 Wilhelm Fink, Hamburg
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Besuchen Sie auch www.unterholz.com - WF-Schlinger-Texte - In Sprache Energie hineinflechten . . . . . . . . .
Mein Motto, - dem Unwahrscheinlichen die Hand geben.
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ZITAT Ich darf mein Selbswertgefühl gar nicht stärken, mir glaubt ohnehin jetzt schon keiner das, was ich kann und was ich von mir halte
Das Foto zeigt den Blick vom Innenhof in den Himmel, Castel del Monte, erbaut vom Kaiser Friedrich II, Normanne und Staufer
| | "Küsse im XX. Jahrhundert, 71 Gedichte, im Verlagi Turnshare Ltd. London, = 7,80 EURO - www.turnshare.com (Buch-Shop unter Lyrik + Religion) Links die Bauplastik, westgotische Kirche San Miguel (848 n.Chr) bei Oviedo, Löwe, Gaukler kopfüber und Löwen-Bändiger, Zeichen umgestülpter Kraft, ein GEGENAN wie in der Poesie - Wildwasser-Lyrik, das platt Tatsächliche = das Unwahrscheinlichste. Zweiter Lyrikband ist da, sein Titel = ANKUNFT und AUSTAUSCH, bei www.turnshare.de - Darin eine "Begleitmusik", Gedichte zu Bildern von Paula Modersohn-Becker, zu den Pferden Griechenlands. Karl Krolows an WF. DRITTER LYRIKBAND - ZündelZeilen bei www.turnshare.de "Das schlimmste ist ein fensterloses EGO" (Zenta Maurina). "Der Geist fliegt voran, die Wirklichkeit hinkt hinterher" (Emil Nolde)
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Ich veröffentlichte Lyrik (Das Nichtzusammenhängende montieren, Radio Bremen) und den Roman »Die ZimtZiege«, 1998), Kritiken und Essays («Vicos FANTASIA«), Erzählungen (Ich, die Türkin, Aus Gebüsch unter dem wir liegen, Ich, die Insel). Herausgeber eines deutsch-italienischen Lyrikbandes. Moskau druckte meine Nachdichtungen von Sowjetlyrik. Für die Zeitschrift Publizistik & Kunst der IG Medien berichtete ich über das Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Für die Hamburger Morgenpost suchte ich aus 1400 Einsendungen die sieben besten Liebesgedichte aus. - In Arbeit: Roman »Mit Hegel im Unterholz« Als Poet zuletzt vertreten in „HörZu“ - „Möwe im Vorüberflug“ und in www.LyrikWELT.de, 2 Zurufe für Peter Paul Zahl, in www.lyrikzeitung.de "Küsse im XX. Jahrhundert" - Die Themen meiner Lyrik sind (auch) - HAMBURG am Wasser, Kehlig sprechen die Vögel, Der Krahn öffnet seinen Greifer, Heute sah ich das dunkle Auge der Taube, Frühling an der Rabenstraße, Das Grüne wartet in froststarren Ästen, Das ist das Zeichen Zeit, das dich ereilt, Weltmeer-Zärtlichkeit zwischen Mädchenzähnen am Hafen von Altona, Wir haben im Geviert gelegen, das Blau in Wolken eingeflochten über uns.
Meine ägyptische Braut / Von Zeit zu Zeit hältst du Platz / für mich am Boden der Welt / Geschmack gibst du mir und Verzehr / Vorliebe und Genuß für Brücken, / für Zwischenräume, / die Spannung, die du ertanzt, ) sie tönt zurück und schwingt, / wenn du mit dem Faden, / an dem das Leben hängt, / im Punkt, im Stich das Glück triffst, / das sich aufbiegt, - hoch, hoch. - Wie lastet dein Haar, das in Kräuseln / gekämmt ist und genoppt in schweren Knoten. / Einen Schmuck trägst du, der ausströmt / von Kräutern, wild und scharf. / So tanzt du zum Zimbelklang. - Ich sehe als Dreieck, / deine kleine Schamschürze, - / wie du tanzt im Druck, in der Kraft / einer Wendung, einer Umwucht, / in der du herumschnellst, / hart triffst du den Lehmboden, / den du im Tanzschritt so schnell wieder freigibst, / zur Seite stehen die gedrungenen Lilien / im Schlamm des Nils, beuge du dich vor / schwinge zurück, in der Morgenfrühe, / der Ruck deiner Hüften / läßt die Blätter erzittern immer dort wo du bist, / meine ägyptische Braut.
A little Madness in the Spring Is wholesome to the King (Emily Dickinson) - - Guillermo IX von Aquitania schrieb um 1095 *Ich mache ein Gedicht auf das blanke Nichts / Es handelt nicht von mir / oder von anderen / Es feiert nicht die Liebe oder die Jugend / Noch irgendeine Sache / Sondern es wird / zusammengesetzt / im Schlaf / auf dem Pferderücken
es mag auch sein, dass der Rappen mehr als einen Reiter tragen muss, wie hier an einer Hauswand in der Schweiz. Robert Walser wuchs am Bieler See auf, er wollte, wie wir alle, "gefunden", ja gerettet werden. Als Bub ging er zum Weiher im Wald, legte seine Kleider an den Rand und verstreckte sich. Im Text "Der Teich" hat er geschildert, wie beglückt er, der Junge, war, als die Mutter ihn rief, ihn suchte, ihn fand. RW-ZITAT - aufs Glücklichsein passt das Glück einfach nicht auf.
"Wehe, wenn du an dir vorübergehst, und dich dann nie wieder antriffst." Im Geflecht der Sprache unterwegs wie die Nadel des Zeltmachers, oft entsteht patchwork, dieser Flickenteppich aus Assoziationen, wolkigen Barrieren und dem plötzlichen Durchblick ins Blau des Himmels, und das alles bei Schafsgeruch und mit Lanolinfett an den Fingern erwachend .... In Hamburg hielt Händel am Gänsemarkt im Zorn den ital. Kapellmeister aus dem Fenster der Oper, der Vater Diotimas liess in Hamburg seinen Bookesbeutel aufführen, Hans Leip (Lili Marleen) gab seinen Namen für das Elbufer bei der Himmelsleiter, ich denke an seine Kleine Brise.
Wie schwer wirds einem Sonnenstrahl die Schatten überspringend vorzudringen ins gleichgemustert dunkle Grau des Alltags wo kaum ein Fleck sich findet für uns selbst im knappen Daseinsmuster, wo das Leben lohnt Wenn dreissig Winter schon dein Kopf sich bog und ein Flockenspiel aus Schneekristall dich traf das im Bogenschwung der Augenbraue schmolz und schnell ein neuer Herbst dir den Bau der Bäume im späten Licht verkürzter Tage zeigt das Blätterleuchten, Blättergilben zu Boden gehend, weich, im Taumel dem Fussgänger ein Rascheln So sollst du deine dreissig Jahre tragen im strengen Augenschnitt und weich das Haar das Herz klopft frisch und keck den Takt - du fühlst, wie leicht, wie jung du bist
Die Grenze liegt vor uns: / als ein leuchtender Schlangenleib Wie es zündelt und lispelt / im kalten, im grellen Ottergezücht So karg die Stimme spricht / und so sorglos der Wunsch schweift: / im zupackenden Griff / der Strahlen des Himmels fallen wir zu zweit / in die tiefere Schlucht Immer wieder, ob es finster ist / oder das Licht dir unter die Wimpern brennt /fällt uns ein Taubenflug zu vom Himmel: / schmal liegt uns das Ölblatt auf der Hand. - - Es gibt sie, die raunende Sprache, du spürst, Mokkatassen, den Duft, in dem die Worte schweben, da hat sich eine auf das Leben eingelassen, - werbende hommage angenehm leise über die mokkatasse nach drüben gesprochen drei tische entfernt die zeilen eine begabung etwas mehr als sonst über die grenze zu gehen direkt zu sein zielgenau lobend und nichts ist peinlich sogar der sohn hat platz die verschiebung der dinge was wenn alles abdampft sich zeigt im harten umriss der sachen die sich im raume stossen
Entdeckten wir einen Dichter? Ein langer Weg war es bis zu der Einsicht, daß ich echolos blieb: Ein paar Einsichten formulieren, sinn-lich und umriß-scharf, sie in ein paar Verse balancieren, wenn das alles ist - Das Leben will nicht nur be-stehen, es will auch untergehen. Dort, am Rande des Abgrunds, formulieren wir unsere Existenz. Mag es betörend sein, was wir sagen. Es ist Abgesang. Ein Endzeit-Lied. Wozu, und zu welchem Ende, sollen wir uns unter dem radioaktiven Regen wegbiegen? - Nein, wir lassen es prasseln und schütten. Es trifft uns. Mit welchem Effekt, zu welchem Ziel und Zweck, wollen sie das Leben verlängern? Wir anderen suchen noch die rauschhaften Verdickungen und Schwellungen, die Zusammenziehungen und Steigerungen des Daseins. Nur da zu sein, bloß zu existieren, wenn das alles wäre ... Es immer auf des Messers Schneide bringen: damit wird man unbequem, nicht nur lästig, denn man geht weit darüber hinaus, nur eine momentane Störung für die anderen zu sein. Ins Innenfleisch schneidet man, bis auf den Knochen, den man kratzend trifft, so daß es im Gefüge kracht und zittert. Die Zeit ist aus dem Gelenke. Entdeckten wir einen Dichter? Wir entdeckten eine Unruhequelle, ein Disharmonie-Nest. Gleichgewichtsstörungen eines Seins. Es bricht hervor, aus Fugen und Brüchen quillt es heraus: das anregende Wortwerk. Die alte Frage: Was bleibt? Weiterschreiben und weiter Signale aussenden? Was sich verwirklicht, was sich ins Leere der fliehenden Zeit hineinstülpt wie ein Zeugungsorgan in Nässe und Umschlossensein: das ist die seltene Stunde der Verschmelzung. Wir geben die Panzerung auf, die Härte und den Umrißstolz. Aus der Tiefe spricht es und wir lauschen der Stimme, die nicht uns gehört. Es ist kosmische Energie. Eine kühne und wändezerbrechende Phantasie, eine strotzende Imagination, oft ins Tolle gehend, reißt sie Neues ins Leben, Überraschendes, Beglückendes. Der Poet als Mundstück. Oder spiegelnde Scheibe des Mondes. Sagen wir es so: Zeus kommt als Schwan. Wie unfreundlich er ist. Droht mit Gezisch am Ende des langen Halses. Ein Gott, der sich zeigt und nicht zeigt. Gestrüpp und Dickicht wachsen uns zu: Wir - eine Hecke. Was da alles Platz hat und grünt und zwitschert. Auf dem Wall, im Knick: quer über die "border-line" wächst Gebüsch. Unter ihm liegen wir, rücklings, und hören das Gewölbe dröhnen.

Als Kinder, als Geschöpfe, liegen wir im Bett der Erde. Herbst und Ende streifen uns kühl. Im Mund Metall schmecken, im Schuß voranstürzen: im Schoß öffnet sich die Seelilie breit, wir selbst spreizen uns kraftvoll wie unter Wasser, oder im Versteck des Ich, das wir sind, bleiben wir fest, ein Behältnis für später und früher: - plötzlich leben wir im Wunder das Jetzt - die Augen zu öffnen, die Hand auszustrecken. Wir werden berührt und berühren. Finster ist es gewesen und still. Nun leuchten die Augen und aus dem Weltall fällt uns Licht zu. Immer wieder werden die Felder leergeerntet. Es strahlt und schimmert, Strontium 107. Auch wir werden geerntet und geraten in die Scheuer. Dort duften wir dann nach Heu und Herbst.
ob du in die Tiefe blickst, Schwimmer, nach du dich sehnst? Oder ob du die Kühle suchst, am Rande Blumen und Vögel? Der Normannen- und Staufer-Kaiser Friedrich II schrieb über "Die Kunst mit Falken zu jagen", daraus die Illustration.
sei in dir selbst zu haus, wenn kühl dich Nass umfängt und Zeit so langsam fließt wie das Wasser in seinem sanften Schwall Auf und Ab des schlanken Wellenspiels, du darfst die Beine regen und rasch bedenken, dass nun Zeit ist wieder Luft zu schöpfen - du so flachgelegt ins Wiesenwasserbecken am Tag, der das Jägerhorn ertönen lässt, höre du, wie sie dich rufen
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